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Die "Nutzenanalyse" bildet die Grundlage für die positive Kommunikation des MIO. Hier soll dargestellt werden, welche Vorteile sich durch den Einsatz des MIO für alle betroffenen Personengruppen, welche an der Erstellung, Pflege und Nutzung beteiligt sind, ergeben. Hierbei ist die Auflistung der Anwendergruppen zu berücksichtigen. Grundsätzlich ist immer auch ein Nutzen für die Versicherten aufzunehmen. Dies ist letztliche eine Begründung dafür, warum dieses MIO sinnvoll für die Versorgung ist.

Hierbei können - sofern vorhanden/bekannt - auch Implementierungsbeispiele genannt werden. Dabei ist jedoch auf die Nennung von Produkt- oder Herstellernamen zu verzichten.

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Artefakt


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Nutzenanalyse


Version des MIO


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1.0.0


MIO


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Muster-MIO
Info
Info

Positiv/selbstbewusst formulieren. Nicht "kann verbessern", sondern "wird verbessern".

MIO ÜLB CHW




Allgemeine Bedeutung:

Chronische Wunden , die durch schwerwiegende Grunderkrankungen verursacht werden, beeinträchtigen die Selbstständigkeit, die Mobilität und die Lebensqualität der betroffenen Personen häufig langfristig, sodass wodurch ein hoher Versorgungsbedarf und Pflegeaufwand entsteht. Die Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden ist durch ihre Multidisziplinarität geprägt, da sie zwischen den unterschiedlichenEinrichtungen unterschiedlichen Einrichtungen und Sektoren des Gesundheitswesens Gesundheits- und Pflegewesens wie Haus- und Fachärzt*:in, Krankenhaus, ambulanter und stationärer Pflegeeinrichtung usw. wechseln. Dabei ist dieser Versorgungsprozess nicht ausschließlich linear, wenn Patient*beispielsweise bei Überweisung von Patient:innen in nachgelagerte Bereiche überwiesen werden, sondern die Behandlung erfolgt auch synchron, wenn diese Patient*:innen gleichzeitig von mehreren Fachdisziplinen behandelt werden. Für eine kontinuierliche Versorgung als Voraussetzung für einen Behandlungserfolg bedarf es bei jedem Wechsel einer zielgerichteten und zeitnahen Information der versorgenden Einrichtungen über den aktuellen Stand der Wunde, der Diagnostik und Therapie über Institutions-, Berufs-, und Sektorengrenzen hinweg. Der erforderliche Informationsaustausch ist bisher unvollständig oder fehlt gänzlich. Informationen über chronische Wunden sind werden bisher meist als Nebenaspekt und oft in fachlich wenig qualifizierter Form in Arztbriefen und Pflegeüberleitungen enthaltenteilweise stark verkürzt als Teil der Arztbriefe und Pflegeüberleitungen kommuniziert. Wenn in seltenen Fällen papierbasierte Wundüberleitungen übermittelt werden, sind diese bezüglich ihrer Struktur und Inhalte uneinheitlich. Zudem werden diese Dokumente in der Regel nicht zeitnah übermittelt.

Das elektronische MIO Überleitungsbogen Chronische Wunde wird für alle Behandelnden die fachlich notwendigen Informationen zeitnah zur Verfügung stellen. Als interoperables Instrument ermöglicht dieses MIO, Informationen aus der laufenden Dokumentation in Echtzeit zu entnehmen, die sofort den Weiterbehandelnden zur Verfügung stehen und direkt in deren Anamnese, Dokumentation und Therapieplanung einfließen können.

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Für die betroffenen Patient*:innen wird der Einsatz des MIO Überleitungsbogens Überleitungsbogen Chronische Wunde die Möglichkeit einer gezielten, unter den Behandler*innen Behandelnden abgestimmten Diagnostik und Therapie eröffnen. Zudem sind die Betroffenen als Eigentümer*:innen der enthaltenen Daten über den Stand der Diagnostik und Therapie informiert und in diese involviert, wodurch potentiell die Therapietreue gestärkt wird. Diese Faktoren eröffnen die Chance einer deutlich schnelleren bzw. überhaupt erfolgenden Abheilung der Wunde. Bei schwer heilenden bzw. palliativ behandelten Wunden wird eine bessere symptomorientierte Versorgung ermöglicht. Insgesamt wird eine erhöhte Lebensqualität erreicht durch eine erhebliche Verringerung des Leidensdrucks durch Schmerzen, häufige therapeutische Maßnahmen wie Verbandwechsel und Debridements, Einschränkungen der Mobilität und der sozialen Kontakte sowie gesellschaftliche Stigmatisierung. 

Bedeutung für ärztliche und pflegerische Wundexpert*innen:

ermöglicht das MIO die Förderung der Kommunikation und des Informationsaustausches. Das wiederum erlaubt eine zielgerichtetere Diagnostik, Therapie und Pflege, um den Leidensdruck zu reduzieren und die Lebensqualität zu steigern.

Bedeutung für alle an der Wundbehandlung beteiligten Angehörigen der Gesundheitsfachberufe:

Die Angehörigen der Gesundheitsfachberufe in den verschiedenen involvierten Einrichtungen, sowohl Haus- und Fachärzt:innen, Pflegefachpersonen, als auch ärztliche und pflegerische Wundexpert:innen/-manager:innen, Die Wundexpert*innen der verschiedenen involvierten Einrichtunge, d. h. verschiedene Fachärzt*innen (z. B. für Dermatologie, Chirurgie, Angiologie, Diabetologie) in Praxen und Krankenhäsern sowie für Wundbehandlung zertifizierte Pflegekräfte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen werden ihre Maßnahmen im Sinne einer kontinuierlichen, zielgerichteten Wundbehandlung fokussieren, planen und durchführen können. Dadurch werden Doppeluntersuchungen sowie unterlassene Diagnostik und Therapien vermieden. Durch das MIO Überleitungsbogen Chronische Wunde werden sie in den organisatorischen Aufgaben der Anamneseerhebung, Dokumentation und Erstellung eines Übergabeberichts Überleitungsbogens deutlich entlastet.

Bedeutung für Angehörige weiterer Gesundheitsberufe:

Angehörige von Gesundheitsfachberufen ohne ausgewiesene Wundexpertise, wie z. B. Hausärzt*innen oder ambulante Pflegedienste, werden durch das MIO Überleitungsbogen Chronische Wunde in die Lage versetzt, empfohlene Maßnahmen durchzuführen, Zustandsveränderungen zu erkennen und ggf. die weitere Versorgung durch Expert*innen zu koordinieren. Angehörige weiterer Berufsgruppen wie der Physio- oder Ergotherapie können in ihrer Behandlung die Besonderheiten des Phänomens chronische Wunde berücksichtigen und diese an der individuellen Situation der Betroffenen ausrichten.

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Eine passgenaue Information der behandelnden Einrichtungen bedeutet für Leistungserbringer Leistungserbringende und Kostenträger die eine Vermeidung / Reduktion kostspieliger Doppeluntersuchungen sowie eine konsequente Ausrichtung der therapeutischen Maßnahmen von Beginn der Übernahme der Behandlung an. Zudem werden Leistungserbringer Leistungserbringende von administrativen Aufgaben und Dokumentationsaufwand entlastet, indem Informationen weiterer Leistungserbringer Leistungserbringenden in die eigene Dokumentation übernommen werden können. Aus diesem verminderten Personal- und Ressourceneinsatz ergibt sich, in Verbindung mit einer verkürzten Erkrankungsdauer bzw. ermöglichter Wundheilung, für Kostenträger eine Reduktion der Behandlungskosten, was wiederum positive Konsequenzen auf das Gesundheitssystem insgesamt haben dürfte.


Stand: Februar August 2023