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Allgemeine Bedeutung:

Chronische Wunden , die durch schwerwiegende eine Grunderkrankungen entstehen, beeinträchtigen die Selbstständigkeit, die Mobilität und die Lebensqualität der betroffenen Personen langfristig, wodurch ein hoher Versorgungsbedarf und Pflegeaufwand entsteht. Die Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden ist durch ihre Multidisziplinarität geprägt, da sie zwischen den unterschiedlichen Einrichtungen und Sektoren des Gesundheits- und Pflegewesens wie Haus- und Fachärzt:in, Krankenhaus, ambulanter und stationärer Pflegeeinrichtung wechseln. Dabei ist dieser Versorgungsprozess nicht ausschließlich linear, wenn beispielsweise bei Überweisung von Patient:innen in nachgelagerte Bereiche überwiesen werden, sondern die Behandlung erfolgt auch synchron, wenn diese Patient:innen gleichzeitig von mehreren Fachdisziplinen behandelt werden. Für eine kontinuierliche Versorgung als Voraussetzung für einen Behandlungserfolg bedarf es bei jedem Wechsel einer zielgerichteten und zeitnahen Information der versorgenden Einrichtungen über den aktuellen Stand der Wunde, der Diagnostik und Therapie über Institutions-, Berufs-, und Sektorengrenzen hinweg. Der erforderliche Informationsaustausch ist bisher unvollständig oder fehlt gänzlich. Informationen über chronische Wunden sind werden bisher meist als Nebenaspekt und teilweise stark verkürzt als Teil der Arztbriefe und der Pflegeüberleitung Pflegeüberleitungen kommuniziert. Wenn in seltenen Fällen papierbasierte Wundüberleitungen übermittelt werden, sind diese bezüglich ihrer Struktur und Inhalte uneinheitlich.

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Für die betroffenen Patient:innen wird der Einsatz des MIO Überleitungsbogen Chronische Wunde die Möglichkeit einer gezielten, unter den Behandler:innen Behandelnden abgestimmten Diagnostik und Therapie eröffnen. Zudem sind die Betroffenen als Eigentümer:innen der enthaltenen Daten über den Stand der Diagnostik und Therapie informiert und in diese involviert, wodurch potentiell die Therapietreue gestärkt wird. Diese Faktoren eröffnen die Chance einer deutlich schnelleren bzw. überhaupt erfolgenden Abheilung der Wunde. Bei schwer heilenden bzw. palliativ behandelten Wunden wird eine bessere symptomorientierte Versorgung ermöglicht. Insgesamt wird durch ermöglicht das MIO potentiell die Förderung der Kommunikation und der Informationsaustausch gefördert. Damit wird die Möglichkeit zielgerichteterer des Informationsaustausches. Das wiederum erlaubt eine zielgerichtetere Diagnostik, Therapie und Pflege geschaffen, um den Leidensdruck zu reduzieren reduzieren und die Lebensqualität zu steigern.

Bedeutung für

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alle an der Wundbehandlung beteiligten Angehörigen der Gesundheitsfachberufe:

Die Angehörigen der Gesundheitsfachberufe in den Die Wundexpert:innen der verschiedenen involvierten Einrichtungen, d. h. verschiedene sowohl Haus- und Fachärzt:innen (z. B. für Dermatologie, Chirurgie, Angiologie, Diabetologie) in Praxen und Krankenhäusern sowie für Wundbehandlung zertifizierte Pflegekräfte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen , Pflegefachpersonen, als auch ärztliche und pflegerische Wundexpert:innen/-manager:innen, werden ihre Maßnahmen im Sinne einer kontinuierlichen, zielgerichteten Wundbehandlung fokussieren, planen und durchführen können. Dadurch werden Doppeluntersuchungen sowie unterlassene Diagnostik und Therapien vermieden. Durch das MIO Überleitungsbogen Chronische Wunde werden sie in den organisatorischen Aufgaben der Anamneseerhebung, Dokumentation und Erstellung eines Überleitungsbogens deutlich entlastet.

Bedeutung für Angehörige weiterer Gesundheitsberufe:

Angehörige von Gesundheitsfachberufen ohne ausgewiesene Wundexpertise, wie z. B. Hausärzt:innen oder ambulante Pflegedienste, werden durch das MIO Überleitungsbogen Chronische Wunde in die Lage versetzt, empfohlene Maßnahmen durchzuführen, Zustandsveränderungen zu erkennen und ggf. die weitere Versorgung durch Expert:innen zu koordinieren. Angehörige weiterer Berufsgruppen wie der Physio- oder Ergotherapie können in ihrer Behandlung die Besonderheiten des Phänomens chronische Wunde berücksichtigen und diese an der individuellen Situation der Betroffenen ausrichten.

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Eine passgenaue Information der behandelnden Einrichtungen bedeutet für Leistungserbringer Leistungserbringende und Kostenträger eine Vermeidung / Reduktion kostspieliger Doppeluntersuchungen sowie eine konsequente Ausrichtung der therapeutischen Maßnahmen von Beginn der Übernahme der Behandlung an. Zudem werden Leistungserbringer Leistungserbringende von administrativen Aufgaben und Dokumentationsaufwand entlastet, indem Informationen weiterer Leistungserbringer Leistungserbringenden in die eigene Dokumentation übernommen werden können. Durch die Entlastung ergeben sich potentiell Einsparungen im Personal- und Ressourceneinsatz, was positive Wirkung auf das Gesundheitssystem verspricht.


Stand: März August 2023