Patientin Frau Feininger Meinhardt besitzt eine eine gut gepflegteOpt-Out-ePA & ist eMP/BMP-Anspruchsberechtigt. Es sind umfangreiche Zugriffsberechtigungen für alle Leistungserbringendensowie eine ePA-Vollmacht für die Tochter eingerichtet. Es sind keine Verschattungen aktiviert
Ausgangssituation
Im Laufe des Samstag Abend ist Frau F. gestürzt. Da sie ihren Notfallknopf nicht trägt aber zu schwach ist um selbst aufzustehen wird sie erst später von der Tochter gefunden, welche sofort den Rettungsdienst alarmiert. Die Eigenanamnese ist aufgrund der verschlossenen Einstellung der Patientin erschwert.
Beim Fahrradfahren stürzt Frau M., 75 Jahre. Passanten rufen den Rettungsdienst, und aufgrund des Verdachts auf Bewusstlosigkeit wird auch eine Notärztin alarmiert.
Der aktuelle Medikationsplan und die Stammdaten der Patientin werden bei Aufnahme in das Krankenhaus aus der ePA abgerufen. Obwohl sich die unmittelbaren Sturzfolgen als nicht-behandlungsbedürftig darstellen, werden bei der Patientin neben Fieber und Hypotonie erhöhte Entzündungsparameter im Routinelabor nachgewiesen.
Bei näherem Nachfragen berichtet Frau F. von Brennen beim Wasserlassen in den letzten Tagen sowie von häufigem Harndrang, weswegen sie weniger getrunken habe, um nicht so häufig aufstehen zu müssen. Als Infektfokus wird ein unkomplizierter Harnwegsinfekt nachgewiesen. Auf Station erfolgt eine Katheteranlage, eine Flüssigkeitssubstitution sowie eine zunächst kalkulierte und im Verlauf antibiogrammgerechte i.V.-Antibiose mit Unacid 1,5mg 1-1-1.
Frau F. verbleibt insgesamt 5 Tage auf Station. Dabei zeigen sich dauerhaft erniedrigte Blutdruckwerte, sodass die Bisoprolol-Dosis reduziert wird. Das Vorhofflimmern bleibt unter Reduktion stabil.
Frau F. wird ohne weitere Auffälligkeiten ins Pflegeheim entlassen (MIO Pflegeüberleitung, MIO KHE) wo sie noch weitere 5 Tage lang Sultamicillin 375mg 1-0-1 p.o. einnehmen muss. Dies wird im Medikationsplan entsprechend vermerktFrau M. wird nach ihrem Fahrradsturz vom Rettungsdienst und einer Notärztin versorgt. Bei der Untersuchung zeigt sie Vigilanzminderung und retrograde Amnesie. Sie hat eine blutende Kopfverletzung und einen Oberschenkelhalsbruch. Im Krankenhaus wird eine Tetanus-Auffrischungsimpfung durchgeführt, und ein cCT zeigt eine Gehirnblutung. Deshalb wird sie auf die IMC-Station verlegt und dort mit PPSB, Vitamin K und einer Bluttransfusion behandelt. Nach Stabilisierung und Bewusstseinsklarheit werden kardiologische und anästhesiologische Konsile sowie eine Herz-Echokardiografie und ein Röntgen-Thorax zur Operationsvorbereitung durchgeführt. Postoperativ verläuft die Behandlung ohne Komplikationen, und Frau Meinhardt wird zur geriatrischen Komplexbehandlung verlegt, wo ihre Medikation optimiert und häusliche Hilfsmittel empfohlen werden.