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Projekt-Update: Laborbefund - STATUS QUO - WAS SEIT DER KOMMENTIERUNG GESCHAH

Während der öffentlichen Kommentierung im Spätsommer 2022 sind über 130 Kommentare eingegangen. Dabei wird jeder einzelne Kommentar einer gründlichen Prüfung unterzogen und fachlich bewertet. Zur eingehenden Klärung komplexer Themen und Fragestellungen wurde eine Auswertung gemeinsam mit Mitgliedern aus der AG Fachgremien Labor vorgenommen. Konkrete Verbesserungen befinden sich in der Umsetzung. Derzeit werden zudem Visualisierungen als Inspiration für die native Implementierung und die Einbindung des MIO Laborbefund in Primärsystemen erarbeitet. Daneben werden MIO-laborspezifische Versorgungsprozesse aus Anwenderperspektive analysiert und entsprechende Prozessanalysen erstellt, die aufzeigen sollen, wie der Versorgungsprozess mit dem MIO Laborbefund zukünftig aussehen könnte. Wir planen hier zeitnah sowohl aktuelle Visualisierungen als auch Prozessanalysen zu veröffentlichen, was hilfreich in der Kommunikation mit den Anwender:innen und mit den Herstellern sein wird. Ein Beispiel für eine MIO Laborbefund Visualisierung finden Sie hier. Dabei handelt es sich um den aktuellen Arbeitsstand sowie die exemplarische Anzeige eines einzelnen Laborbefundes:

 

Update zum Proof of Concept zwischen bvitg & mio42

Auf der Zielgerade befinden wir uns aktuell mit der kollaborativen Entwicklung eines Proof of Concept (PoC) für unseren MIO Viewer 2.0. Gemeinsam mit dem bvitg arbeiten wir seit Anfang des Jahres eng im Rahmen einer Projektgruppe zusammen (https://www.bvitg.de/die-inhalte-der-epa-bekommen-ein-neues-gesicht-mio42-und-bvitg-entwickeln-mio-anzeigemoeglichkeiten/), um eine MIO-Anzeige als integrierbare Alternative für Primärsysteme zu etablieren. Das hilft vor allem dann, wenn eine native Implementierung des MIO im jeweiligen System bislang nicht erfolgt ist. Technisch wird der MIO Viewer 2.0 in der aktuellen Iteration als Web-Komponenten in TypeScript umgesetzt. Später soll es pro MIO einen MIO Viewer geben, welcher eine Bibliothek von Webkomponenten und eine übergreifende Webkomponente als Anzeige-Modul beinhaltet. Der MIO Viewer 2.0 kann als einzelne Webkomponente im entsprechenden Primärsystem eingebunden werden. Icon-Farben, Schriften oder auch Hintergründe können im aktuellen Prototyp durch CSS-Variablen angepasst werden.

Gemeinsam die ePA für alle gestalten

Am 1. Dezember fand ein Workshop zwischen unserem Team und Vertreter:innen der gematik GmbH in den Räumen der mio42 statt. Das DigiG hält große Aufgaben für das Jahr 2024 und darüber hinaus bereit, denen wir uns gemeinsam mit allen Beteiligten widmen. Mit dabei waren: Lena Dimde, Lisa Fritzsche, Charly Bunar, Kerstin Bieler, Franziska Ramm, Michael Kallfelz, Dennis Kipping und Alexander Rosenberger. Die ePA für alle soll mit dem Thema Medikation starten und wir gehen die anstehenden Herausforderungen zusammen mit der gematik an. Ein großes Dankeschön an alle Teilnehmenden, wir freuen uns schon auf die Fortsetzung!

MIO-Vision mit Rekordzahl an Teilnehmenden und der Story von Isolde Meinhardt

Am 11. Oktober fand eine MIO-Vision der anderen Art statt: Im Fokus der Veranstaltung stand die fiktive Geschichte von Isolde Meinhardt und ihrer elektronischen Patientenakte. Anhand des anschaulichen Beispiels konnten wir zeigen, wie die sektorenübergreifende Versorgung mit Zugang zu strukturierten ePA-Daten aussehen könnte. Eine Rekordzahl von über 280 Teilnehmenden folgte Isolde Meinhardt vom Sturz bis zur Genesung. Hier sind ihre Geschichte und die restliche Veranstaltung nachzulesen:

mio42 auf dem Anbietermeeting der KBV

Kürzlich waren unser Geschäftsführer Bernd Greve und Teamleiter Engineering Dennis Kipping zu Gast auf dem Anbietermeeting der KBV. Sie sprachen über den Kabinettsentwurf des Digitalgesetzes (DigiG), die ePA für alle, MIO-Visualisierungen und den MIO Viewer. Die Präsentation der beiden gibt es zum Nachlesen auf der Veranstaltungsseite des Anbietermeetings.



Medizinische Informationsobjekte


Medizinische Informationsobjekte, kurz MIOs, können als digitale Informationsbausteine mit medizinischen Daten verstanden werden. Sie sollen interoperabel von jedem System im Gesundheitswesen lesbar und bearbeitbar sein. Um dies zu gewährleisten, werden medizinische Daten in einem festgelegten Format auf Basis internationaler Standards und Terminologien dokumentiert. Dadurch wird der Austausch und die Verarbeitung der Daten zwischen einzelnen Akteuren innerhalb des Gesundheitswesens, unabhängig vom genutzten Softwaresystem, ermöglicht. Auch in Krankenkassen-Apps für Versicherte werden die MIOs zum Einsatz kommen, um beispielsweise den Impfstatus darzustellen. Dabei ist es wichtig, zwischen den MIOs und der elektronischen Patientenakte (ePA) zu unterscheiden. 

Ein Beispiel für ein MIO ist der Impfpass. Er enthält verschiedene medizinische Informationen, wie Daten zum Patient oder zur Patientin, zum Impfstoff oder zu impfrelevanten Erkrankungen. Bestimmte Daten sind dabei auch für andere MIOs relevant. Aus diesem Grund hat die KBV sogenannte Basis-Profile definiert, die potenziell in allen MIOs Verwendung finden können. Dazu gehören PatientIn, Körperkenngrößen oder die Diagnose. So ist genau festgelegt, dass das Profil ‚PatientIn‘ in immer der gleichen Form beispielsweise den Namen, die Anschrift und das Geburtsdatum enthält.

Die MIOs durchlaufen verschiedene Phasen in ihrer Entwicklung, nachzulesen unter ‚MIO-Entstehungsprozess‘.

Das Konzept der MIOs stammt von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und wird in Zusammenarbeit mit Experten weiterentwickelt.

Die elektronische Patientenakte (ePA) und die medizinischen Informationsobjekte funktionieren Hand in Hand. In der elektronischen Patientenakte werden die medizinischen Daten einer Patientin oder eines Patienten gespeichert. Die medizinischen Informationsobjekte bestimmen dabei die Struktur dieser Daten.

Über SNOMED CT® wird im Gesundheitswesen in Deutschland seit Jahren viel diskutiert. Jeder, der nicht tief in den Fachbezeichnungen steckt, fühlt sich dabei schnell verloren. Was ist eigentlich SNOMED CT®? Wie unterscheidet es sich von der geläufigen ICD-Klassifizierung? Und vor allem: Warum verwenden wir es für die MIOs?

Die Abkürzung „FHIR®“ bedeutet Fast Healthcare Interoperability Resources und steht für eine völlig neue Art des Datenaustauschs im Gesundheitswesen. Am Anfang der Entwicklung stand die Frage: Wie müsste der digitale Datenaustausch im Gesundheitswesen aussehen, wenn man ganz von vorne beginnen würde?

Die Abkürzung "LOINC®" bedeutet Logical Observation Identifiers Names and Codes und ist ein internationaler Terminologiestandard zur eindeutigen Verschlüsselung von medizinischen Untersuchungen, insbesondere von Laboruntersuchungen. Der LOINC®-Code ist ein eindeutiger, dauerhafter Identifikator.

Was bringen die nützlichsten Informationen, wenn man sie nicht lesen kann? Aus diesem Grund gibt es den MIO-Viewer. Er dient dazu, medizinische Informationsobjekte (MIOs) für Menschen lesbar zu machen.