Definition Ist-Szenario
Im Rahmen eines Ist-Prozesses werden Arbeitsabläufe in einer Einheit/Organisation, wie sie aktuell stattfinden, abgebildet. Sie stellen kein imaginäres Modell der Zukunft dar und berücksichtigen vorerst keine mio-spezifischen Anwendungen.
Durch die Einbettung in ein Szenario werden beteiligten Akteur: innen und Nutzer:innen aufgenommen und ein Ablauf beschrieben.
Unter Berücksichtigung der einer heterogenen Praxislandschaft mit unterschiedlichen Prozessabläufen und Versorgungsfragen ist darauf hinzuweisen, dass das Szenario einen Entwurf darstellt und ggf. keine vollständige Erfassung aller möglichen Abläufe gegeben ist.
//Hinweis: Abbildung Prozess
ggf. wäre gut hier den IST-Prozess mit Text abzubilden und in den aufklappbaren Ansichten die Basisprozesse passend zu referenzieren
Beschreibung des Ist-Szenarios:
Der/die Patientin wird nach einem stationären Aufenthalt aus dem Krankenhaus entlassen. Am Tag der Entlassung erhält diese/r einen Krankenhausentlassbrief. Im Anschluss an die stationäre Behandlung ist eine ambulante Nachsorge in einer niedergelassenen Arztpraxis unerlässlich. Idealerweise vereinbart der Patient/die Patientin vorab telefonisch einen Termin, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Der weiterbehandelnde Arzt/die weiterbehandelnde Ärztin benötigt den Krankenhausentlassbrief, um eine umfassende und ganzheitliche Weiterbehandlung sicherzustellen.
Bei der Anmeldung in der Praxis erfolgt durch das Praxispersonal (Medizinische Fachangestellte, Pflegefachkräfte oder Angehörige anderer Gesundheitsberufe) eine administrative Aufnahme. Hier werden die Patientendaten erfasst und die Krankenversicherung überprüft. Parallel legt hier der Patient/die Patientin den Krankenhausentlassbrief vor sowie weitere Unterlagen welche im Rahmen der Krankenhausbehandlung ausgehändigt wurden (Bundesmedikationsplan, Labor-Befunde, weitere Befunde).
- Basisprozess?
Manuelle Speicherung
In vielen Fällen werden die Dokumente per Post, per Fax oder durch die Weiterleitung einer gedruckten Version durch den Patienten selbst übermittelt. Das Papierdokument wird in der Praxis manuell durch das Praxispersonal gespeichert.
Dazu gehört das Scannen des Dokuments sowie die Zuordnung der Datei (PDF,PNG,JPG) aus der EDV-Ebene am Arbeitsplatz in das Praxisverwaltungssystem. Eine korrekte Zuordnung zur Patientenkartei wird über die Suche mittels der Daten (Name, Vorname, Geburtsdatum) eröffnet.
Eine papierbasierte Ablage in ein (parallel)-geführtes Papierdokumentensystem erfolgt über die Kopie und Ablage des KH-Es in das Ordnersystem.
Sichtung und manuelle Übertragung
Mit der Verfügbarkeit des KH-E oder der Möglichkeit des digitalen Abrufs in der jeweiligen Patientenkartei im PVS wird das Dokument auf relevante medizinische Daten überprüft. Aufgrund der unterschiedlichen Prozesse in der Praxis oder der einzelnen Person kann die Sichtung und Übernahme der Daten vor dem Patient:innnenkontakt im Behandlungszimmer stattfinden oder parallel zur Face-to-Face Vorstellung erfolgen. Die relevanten Informationen werden aus dem Brief entnommen, wobei ein Schwerpunkt auf der Übernahme der im Krankenhaus aufgenommenen Diagnose(n), der Medikation sowie dem weiteren (empfohlenem) Prozedere für die Behandlung des Patienten liegt. Die Übertragung erfolgt manuell über das eintragen und codieren der Information in der Patientenkartei.
Im Verlauf der Nachsorge führt der Arzt /die Ärztin eine Anamnese durch.
- Basisprozess?
Die in der Behandlung entstandenen Aufgaben und Aktionen werden je nach internen Praxisabläufen vom Praxispersonal unterstützend umgesetzt. Dazu gehört beispielsweise die Vereinbarung eines Folgetermins oder die Ausstellung von Verordnungen.