Mit den KBV-Profilen, -Extensions, -CodeSystems, -NamingSystems und -ValueSets der eRezept-Schnittstelle (eRezept) in der Version 1.2.0 erhalten Sie die Möglichkeit die Änderungen an den FHIR-Definitionen des eRezeptes zu prüfen und Stellung zu nehmen.
Im Rahmen der FHIR-Profilierung wurden die folgenden Änderungen vorgenommen:
- Integration der deutschen Basisprofile von HL7 in der Version 1.5.0 (zur Verbesserung der Interoperabilität)
- Integration der KBV-Basis-Profile in der Version 1.7.0 (zur Verbesserung der Interoperabilität)
- Anpassung der FOR-Profile in der Version 1.2.0
- Streichung der Extension KBV_EX_ERP_BVG
- Aufnahme der Verschreiber-ID
- Einführung der strukturierten Dosierungsanweisung
- Einführung der strukturierten Anwendungshinweise
- Ergänzung/Verbesserung von Constraints und Längenbeschränkungen für einzelne Felder
- Streichung KVK-Versichertennummer
- Anpassung von Constraints im Zusammenhang mit Sonstigen Kostenträgern
- Aufnahme von Constraints für die ASV-Teamnummer
- Anpassung der Kardinalität der Hausnummer einer Einrichtung
- Aufnahme eines Constraints für Impfstoffe
- Erhöhung der maximale Zeichenlänge Handelsname
- Aufnahme der Wirkstoffinformation bei PZN-Verordnungen
- Schärfung der Constraints zur Normgröße
Die KBV-Profile geben Auskunft darüber, wie die Elemente und mit welchen Erweiterungen sowie Einschränkungen diese zu verwenden sind. In den KBV-Extensions wurden notwendige Erweiterungen der KBV-Profile definiert. Die CodeSystems definieren, welche Codes festgelegt wurden und was diese bedeuten. Die ValueSets beinhalten einen Satz von Codes aus einem oder mehreren CodeSystemen, um anzugeben, welche Codes in einem bestimmten Kontext verwendet werden können.
Die Profile sind auch auf Simplifier unter https://simplifier.net/eRezept einzusehen. Im Rahmen dieser Kommentierung wurden unter dem Simplifier-Projekt alle benötigten Profile (Anpassung der FOR-Profile in der Version 1.2.0) und CodeSysteme (Anpassung der FOR-Profile in der Version 1.2.0) bereitgestellt.
eRezept-FHIR-Profile
eRezept-FHIR-Validierungspaket
FOR-FHIR-Profile
Beispieldaten für eRezept-FHIR-Profilierung (inkl. FOR-Änderungen)
Changelog eRP-Profile Version 1.2.0
5 Ergebnisse
| Key | Erstellt | Organisation | Zusammenfassung | Lösung | Kommentierungsergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| EREZEPT-119 | 01.08.2025 | DAV | SER – Zuzahlungsstatus und BesonderePersonengruppe | Teilweise angenommen |
In der Technischen Anlage E-Rezept wurde beim Zuzahlungsstatus (ID 77) die Bedingung ergänzt, sodass wenn die SER Kennzeichnung auf "true" gesetzt ist, der Versicherte von der Zuzahlungspflicht befreit sein muss (Zuzahlungsstatus = 1). Es wurde ein Constraint -erp-angabeZuzahlungsbefreiungSER im FHIR®-Profil Bundle aufgenommen. |
|
Im Kontext des sozialen Entschädigungsrechtes (SER) sollte eine Prüfung auf den erforderlichen Zuzahlungsstatus (1) und der Personengruppe (06) erfolgen. |
|||||
| EREZEPT-118 | 01.08.2025 | DAV | Kein T-Rezept (Arzneimittelkategorie 02) durch Aussteller vom Typ (02 - Hebamme) | Vollständig angenommen |
Der Vorschlag wurde angenommen. Die Bedingung von Feld ID 41 wurde entsprechend angepasst. |
|
Warum ist die Bedingung der Feld-ID 41 ist nicht als Prüfung umgesetzt? |
|||||
| EREZEPT-117 | 01.08.2025 | DAV | Patienten-ID | Vollständig angenommen |
Der Vorschlag wurde umgesetzt. Es wurde ein Feld "Patienten-ID" (ID 189) in der Technischen Anlage E-Rezept aufgenommen. Das FHIR®-Profil Prescription wurde um das Element MedicationRequest.extension:PatientenID ergänzt. |
|
Neben der Angabe einer eventuell erforderlichen Verschreiber-ID (Feld-ID 155) existiert auch die eventuelle Notwendigkeit einer Patienten-ID. |
|||||
| EREZEPT-113 | 18.07.2025 | gematik GmbH | Für eine prozessorientierte Umsetzung des elektronischen Medikationsplans (eMP) in der elektronischen Patientenakte schlagen wir vor, einen Identifikator für den Eintrag im eMP (eMP-Identifier) in den Verordnungsdatensatz des E-Rezepts zu integrieren. | Vollständig angenommen |
Der Vorschlag wurde umgesetzt. Im Infomodell wurde ein neues Element eMP-Identifier (ID 188) aufgenommen und im FHIR-Profil Prescription unter MedicationRequest.basedOn abgebildet. |
|
Der elektronische Medikationsplan (eMP) in der elektronischen Patientenakte (ePA) soll sich gemeinsam mit dem E-Rezept effizient in einen Versorgungsprozess - den digital gestützten Medikationsprozess (dgMP) - integrieren. 1. Zum Hintergrund (Auszug aus dem Fachkonzept dgMP gemäß Vorveröffentlichung am 15.07.2025): Zum Verständnis des Konzepts <span class="error">[des eMP in der ePA 3.1.2]</span> sind folgende Leitgedanken zu verstehen: 2. Mehrwert eines eMP-Identifiers: Wird ein E-Rezept ausgestellt, das einen eMP-Identifier trägt, kann die abgebende Apotheke nachvollziehen, wie sich das rezeptierte Arzneimittel in den Medikationsplan integriert. Wird hingegen ein E-Rezept ohne eMP-Identifier ausgestellt, kann die abgebende Apotheke prüfen, ob und wie der Medikationsplan durch sie aktualisiert werden sollte. Auch AMTS-Prüfungen werden zuverlässiger, da eine die therapeutische Intention beteiligter Ärzte und Apotheker transparenter wird. Wird aus einem lokalen Verordnungsmodul oder Medikationsplan im Primärsystem eine Folgeverordnung ausgestellt, deren eMP-Identifier lokal persistiert wurde, kann durch diese Referenzierung die Aktualisierung des Medikationsplans durch den Leistungserbringer ausgelöst werden. Andersrum kann einem Leistungserbringer bei Verordnungen/Abgaben ohne eMP-Identifier angeboten werden, einen eMP-Eintrag für dieses Arzneimittel zu erstellen. 3. Vorgeschlagene Umsetzung des eMP-Identifiers: Legt ein Leistungserbringer einen eMP-Eintrag an, um ein Medikament auf den Medikationsplan aufzunehmen, wird der eMP-Identifier durch den ePA Medication Service erzeugt. Dieser FHIR-basierte eMP-Identifier referenziert den eMP-Eintrag eindeutig. Die Verknüpfung eines eMP-Eintrags mit einer Verschreibung erfolgt durch die primärsystemseitige, optionale Übergabe des eMP-Identifiers an das E-Rezept. Der E-Rezept-Fachdienst gibt bei der nachfolgenden Übergabe der Verschreibung an den ePA Medication Service diese optional vorhandene Referenz ebenso mit. Intern erzeugt der ePA Medication Service bei Erhalt der Verschreibung eine Medikationsinformation für den entstehenden eML-Eintrag und verknüpft diesen mit dem assoziierten eMP-Eintrag. 4. Beispielhaftes FHIR Objekt: { Sollte das FHIR-Objekt durch die Formatierung nicht richtig dargestellt werden, kann dieses gerne auf anderem Wege bereitgestellt werden. Herzlichen Dank! |
|||||
| EREZEPT-106 | 22.06.2025 | Langguth.Digital | Fixierung auf "Stück" bei 4er-Dosierung sollte aufgehoben werden | Keine Spezifikationsänderung |
Aufgrund der Rückmeldungen in der Kommentierung verantwortet nun die HL7® Deutschland die FHIR®-Definitionen zu strukturierten Dosieranweisungen sowie den Algorithmus zur Textgenerierung. |
|
Im Unterschied zu den anderen Dosieungsprofilierungen, ist bei |
|||||
