Mit den KBV-Profilen, -Extensions, -CodeSystems, -NamingSystems und -ValueSets der eRezept-Schnittstelle (eRezept) in der Version 1.4.0 erhalten Sie die Möglichkeit die Änderungen an den FHIR-Definitionen des eRezeptes zu prüfen und Stellung zu nehmen.
Im Rahmen der FHIR-Profilierung wurden die folgenden Änderungen vorgenommen:
- Änderungen bzgl. der Abbildung von BTM- und T-Rezept Verordnungen:
- Aufnahme der Profile KBV_EX_ERP_Narcotic, KBV_CS_ERP_Narcotic_Label, KBV_VS_ERP_Narcotic_Label und KBV_EX_ERP_Teratogenic
- Anpassung des Profiles KBV_PR_ERP_Prescription:
- Aufnahme neuer Extensions für BtM-Angaben und T-Rezept-Angaben
- Änderung an MedicationRequest.dispenseRequest.expectedSupplyDuration zur Übertragung der Reichdauer bei BtM- bzw. T-Rezepten
- Anpassung des Profiles KBV_PR_ERP_PracticeSupply
- Anpassung des Profiles KBV_PR_ERP_Bundle um die Bedingungen der BTM- und T-Rezept Verordnung abzubilden.
- Änderungen im Zusammenhang mit der strukturierten Dosierung:
- Aufnahme der Profile KBV_EX_ERP_DosageCategory, KBV_CS_ERP_Dosage_Category, KBV_VS_ERP_Dosage_Category, KBV_VS_ERP_DosageInstruction_UnitsOfTime_German, KBV_PR_ERP_Dosage_FreeText, KBV_PR_ERP_Dosage_DailyFourScheme, KBV_PR_ERP_Dosage_DailyTime, KBV_PR_ERP_Dosage_Interval und KBV_PR_ERP_Dosage_Weekday
- Anpassung der Extension KBV_EX_ERP_DosageFlag
- Anpassung des Profiles KBV_PR_ERP_Prescription:
- Verschiebung der Extension für das Dosierungskennzeichen von MedicationRequest.dosageInstruction nach MedicationRequest
- Entfernen der bisherigen Profilanpassungen unter MedicationRequest.dosageInstruction und Aufnahme MedicationRequest.dosageInstruction.profile mit den Profilen KBV_PR_ERP_Dosage_FreeText, KBV_PR_ERP_Dosage_DailyFourScheme, KBV_PR_ERP_Dosage_DailyTime, KBV_PR_ERP_Dosage_Interval, KBV_PR_ERP_Dosage_Weekday zur Ermöglichung strukturierter Dosieranweisungen
- Anpassung des Profiles KBV_PR_ERP_Bundle um die Bedingungen im Zusammenhang der Dosierangaben
- Änderungen bzgl. der Abbildung von BTM- und T-Rezept Verordnungen:
Die KBV-Profile geben Auskunft darüber, wie die Elemente und mit welchen Erweiterungen sowie Einschränkungen diese zu verwenden sind. In den KBV-Extensions wurden notwendige Erweiterungen der KBV-Profile definiert. Die CodeSystems definieren, welche Codes festgelegt wurden und was diese bedeuten. Die ValueSets beinhalten einen Satz von Codes aus einem oder mehreren CodeSystemen, um anzugeben, welche Codes in einem bestimmten Kontext verwendet werden können.
Die Profile sind auch auf Simplifier unter https://simplifier.net/eRezept einzusehen. Im Rahmen dieser Kommentierung wurden unter dem Simplifier-Projekt alle benötigten eRezept-Profile und CodeSysteme in der Version 1.4.0 bereitgestellt.
Hinweis:
Die Aufnahme eines ersten Vorschlags zur Abbildung der strukturierten Dosierung in den eRezept-Profilen im Rahmen der Kommentierung bedeutet nicht, dass die Abbildung abschließend festgelegt ist. Die KBV befindet sich mit den weiteren Beteiligten wie bspw. dem GKV-SV, der gematik, der ABDA, der HL7 Deutschland usw. weiterhin in Abstimmung zum Thema Abbildung der strukturierten Dosierung. Wir möchten Sie aber dennoch um ein erstes Meinungsbild zu dieser Umsetzungsvariante bitten.
eRezept-FHIR-Profile
eRezept-FHIR-Validierungspaket
Beispieldaten für eRezept-FHIR-Profilierung
Changelog eRP-Profile Version 1.4.0
5 Ergebnisse
| Key | Erstellt | Organisation | Zusammenfassung | Lösung | Kommentierungsergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| EREZEPT-119 | 01.08.2025 | DAV | SER – Zuzahlungsstatus und BesonderePersonengruppe | Teilweise angenommen |
In der Technischen Anlage E-Rezept wurde beim Zuzahlungsstatus (ID 77) die Bedingung ergänzt, sodass wenn die SER Kennzeichnung auf "true" gesetzt ist, der Versicherte von der Zuzahlungspflicht befreit sein muss (Zuzahlungsstatus = 1). Es wurde ein Constraint -erp-angabeZuzahlungsbefreiungSER im FHIR®-Profil Bundle aufgenommen. |
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Im Kontext des sozialen Entschädigungsrechtes (SER) sollte eine Prüfung auf den erforderlichen Zuzahlungsstatus (1) und der Personengruppe (06) erfolgen. |
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| EREZEPT-118 | 01.08.2025 | DAV | Kein T-Rezept (Arzneimittelkategorie 02) durch Aussteller vom Typ (02 - Hebamme) | Vollständig angenommen |
Der Vorschlag wurde angenommen. Die Bedingung von Feld ID 41 wurde entsprechend angepasst. |
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Warum ist die Bedingung der Feld-ID 41 ist nicht als Prüfung umgesetzt? |
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| EREZEPT-117 | 01.08.2025 | DAV | Patienten-ID | Vollständig angenommen |
Der Vorschlag wurde umgesetzt. Es wurde ein Feld "Patienten-ID" (ID 189) in der Technischen Anlage E-Rezept aufgenommen. Das FHIR®-Profil Prescription wurde um das Element MedicationRequest.extension:PatientenID ergänzt. |
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Neben der Angabe einer eventuell erforderlichen Verschreiber-ID (Feld-ID 155) existiert auch die eventuelle Notwendigkeit einer Patienten-ID. |
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| EREZEPT-113 | 18.07.2025 | gematik GmbH | Für eine prozessorientierte Umsetzung des elektronischen Medikationsplans (eMP) in der elektronischen Patientenakte schlagen wir vor, einen Identifikator für den Eintrag im eMP (eMP-Identifier) in den Verordnungsdatensatz des E-Rezepts zu integrieren. | Vollständig angenommen |
Der Vorschlag wurde umgesetzt. Im Infomodell wurde ein neues Element eMP-Identifier (ID 188) aufgenommen und im FHIR-Profil Prescription unter MedicationRequest.basedOn abgebildet. |
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Der elektronische Medikationsplan (eMP) in der elektronischen Patientenakte (ePA) soll sich gemeinsam mit dem E-Rezept effizient in einen Versorgungsprozess - den digital gestützten Medikationsprozess (dgMP) - integrieren. 1. Zum Hintergrund (Auszug aus dem Fachkonzept dgMP gemäß Vorveröffentlichung am 15.07.2025): Zum Verständnis des Konzepts <span class="error">[des eMP in der ePA 3.1.2]</span> sind folgende Leitgedanken zu verstehen: 2. Mehrwert eines eMP-Identifiers: Wird ein E-Rezept ausgestellt, das einen eMP-Identifier trägt, kann die abgebende Apotheke nachvollziehen, wie sich das rezeptierte Arzneimittel in den Medikationsplan integriert. Wird hingegen ein E-Rezept ohne eMP-Identifier ausgestellt, kann die abgebende Apotheke prüfen, ob und wie der Medikationsplan durch sie aktualisiert werden sollte. Auch AMTS-Prüfungen werden zuverlässiger, da eine die therapeutische Intention beteiligter Ärzte und Apotheker transparenter wird. Wird aus einem lokalen Verordnungsmodul oder Medikationsplan im Primärsystem eine Folgeverordnung ausgestellt, deren eMP-Identifier lokal persistiert wurde, kann durch diese Referenzierung die Aktualisierung des Medikationsplans durch den Leistungserbringer ausgelöst werden. Andersrum kann einem Leistungserbringer bei Verordnungen/Abgaben ohne eMP-Identifier angeboten werden, einen eMP-Eintrag für dieses Arzneimittel zu erstellen. 3. Vorgeschlagene Umsetzung des eMP-Identifiers: Legt ein Leistungserbringer einen eMP-Eintrag an, um ein Medikament auf den Medikationsplan aufzunehmen, wird der eMP-Identifier durch den ePA Medication Service erzeugt. Dieser FHIR-basierte eMP-Identifier referenziert den eMP-Eintrag eindeutig. Die Verknüpfung eines eMP-Eintrags mit einer Verschreibung erfolgt durch die primärsystemseitige, optionale Übergabe des eMP-Identifiers an das E-Rezept. Der E-Rezept-Fachdienst gibt bei der nachfolgenden Übergabe der Verschreibung an den ePA Medication Service diese optional vorhandene Referenz ebenso mit. Intern erzeugt der ePA Medication Service bei Erhalt der Verschreibung eine Medikationsinformation für den entstehenden eML-Eintrag und verknüpft diesen mit dem assoziierten eMP-Eintrag. 4. Beispielhaftes FHIR Objekt: { Sollte das FHIR-Objekt durch die Formatierung nicht richtig dargestellt werden, kann dieses gerne auf anderem Wege bereitgestellt werden. Herzlichen Dank! |
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| EREZEPT-106 | 22.06.2025 | Langguth.Digital | Fixierung auf "Stück" bei 4er-Dosierung sollte aufgehoben werden | Keine Spezifikationsänderung |
Aufgrund der Rückmeldungen in der Kommentierung verantwortet nun die HL7® Deutschland die FHIR®-Definitionen zu strukturierten Dosieranweisungen sowie den Algorithmus zur Textgenerierung. |
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Im Unterschied zu den anderen Dosieungsprofilierungen, ist bei |
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