Die Spezifikation der Laboruntersuchung wird durch semantische Codierung und ggf. ergänzende Spezifizierungen präzise dokumentiert.
Laboruntersuchungen werden mit LOINC® (Logical Observation Identifiers Names and Codes) codiert. LOINC® ist ein internationales, primär englischsprachiges System zur eindeutigen Verschlüsselung von medizinischen Untersuchungen, insbesondere von Laboruntersuchungen. In der vom Regenstrief Institute zur Verfügung gestellten LOINC®-Datenbank sind Code-IDs und universelle Namen zur Identifizierung von Labor- und klinischen Testergebnissen hinterlegt. Der LOINC®-Code ist ein eindeutiger, dauerhafter Identifikator. In der detailliertesten Ausprägung der Codierung sind folgende Eigenschaften, die sog. LOINC®-Achsen, definiert: Analyt, Meßgröße, Skalierung, Probenmaterial, Zeitbezug, Methode. Die semantische Interoperabilität für konkrete Laborparameter wird ganz wesentlich durch die LOINC®-Codierung geschaffen, weil ein einzelner LOINC®-Code umfänglich die Eigenschaften einer Laboruntersuchung beschreibt.
Die Codierung von Laboruntersuchungen mit LOINC® ist verpflichtend!
Falls für eine zu dokumentierende Laboruntersuchung kein spezifischer Code hinterlegt werden kann, wäre ersatzweise der Code für eine nicht weiter spezifizierte Laboruntersuchung verwendbar (z.B. 30954-2 Relevant diagnostic tests/laboratory data Narrative).
Spezifischere/ergänzende Angaben im Kontext zum LOINC®-Code können in diesen Feldern notiert werden:
- Ergänzende Angaben zur durchgeführten Untersuchung
- Probe/Probenart, ergänzende Spezifizierung
- Untersuchungsmethode, ergänzende Spezifizierung
Kardinalität und Konformität:
| SZENARIO | KARDINALITÄT | KONFORMITÄT |
|---|---|---|
| Laborbefund dokumentieren (Laborbefund-Einträge) | 1...1 | M |
Rationale:
FHIR®-Mapping: KBV_PR_MIO_LAB_Observation_Laboratory_Study.code