Als Sekundärprobe gilt eine Probe, die aus einer Primärprobe gewonnen wurde.
Ein Beispiel: als Primärprobe erreicht eine Probenart = Vollblut das Labor. Durch Zentrifugieren im Labor entsteht eine Sekundärprobe mit Probenart = Serum. Die zu analysierende Substanz wird im Serum gemessen.
Wenn eine Sekundärprobe angegeben wird, dann ist das Ausgangsmaterial verpflichtend anzugeben, damit der Bezug hergestellt werden kann.
Kardinalität und Konformität:
| SZENARIO | KARDINALITÄT | KONFORMITÄT |
|---|---|---|
| Laborbefund dokumentieren (Laborbefund-Einträge) | 0...1 | O |
Operationalisierungshinweis:
Die Zuordnung einer Sekundärprobe zu einer Laboruntersuchung ist dann empfehlenswert, wenn durch die Probenvorbereitung im Labor eine relevante Veränderung des Untersuchungsmaterials erfolgt (z.B. Abtrennung Plasma).
Identifikationsregel für ein empfangendes System: "Wenn Ausgangsmaterial vorhanden ist, dann handelt es sich um eine Sekundärprobe".
FHIR®-Mapping:
- KBV_PR_MIO_LAB_Observation_Laboratory_Study.extension:sekundaerProbe
- KBV_EX_MIO_LAB_Secondary_Specimen