Der zlog-Wert ist ein Relativwert, der auf einer logarithmischen Skala angibt, um wie viele Standardabweichungen ein Messwert vom Mittelwert des Referenzkollektivs abweicht. Er kann ergänzend, orientierend zur Bewertung eines Messergebnisses herangezogen werden.
Kennt man die Unter- und Obergrenze des Referenzintervalls, so kann man das Laborergebnis (x) mit folgender Gleichung transformieren:
zlog = (log(x) -(log(UG)+log(OG))/2)*3,92/(log(OG)-log(UG))
Interpretation des zlog-Wertes:
- Sein Referenzintervall liegt methodenunabhängig stets zwischen - 1,96 und + 1,96
- Stark erniedrigte oder erhöhte Laborergebnisse führen zu zlog-Werten um - 5 bzw. + 5.
Kardinalität und Konformität:
| SZENARIO | KARDINALITÄT | KONFORMITÄT |
|---|---|---|
| Laborbefund dokumentieren (Laborbefund-Einträge) | 0...1 | O |
Rationale:
"Der zlog-Wert als Basis für die Standardisierung von Laborwerten" 2017 (Georg Hoffmann, Frank Klawonn, Ralf Lichtinghagen, Matthias Orth), LaboratoriumsMedizin, vol. 41, no. 1, 2017, pp. 23-32. https://doi.org/10.1515/labmed-2016-0087
"No mathematical shortcuts for standardization or harmonization of laboratory measurements" (Christof Winter, Thomas Ganslandt, Andreas Bietenbeck 2018), Journal of Laboratory Medicine, vol. 42, no. 1-2, 2018, pp. 59-62. https://doi.org/10.1515/labmed-2017-0122. https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/labmed-2017-0122/html
Operationalisierungshinweis:
Zur intuitiven Befunddarstellung können die Messwerte mit einer kontinuierlichen Farbskala hinterlegt werden, die sich aus dem zlog-Wert ableitet.
Mit Rücksicht auf Personen mit Rot-Grün-Schwäche empfiehlt sich eine Farbskala, die zum Beispiel von Blau für stark erniedrigt (zlog=-10) über Weiß (zlog=0) bis Orange (zlog=+10) reicht. Dies und weitere Details beschreibt der Fachartikel "Der zlog-Wert als Basis für die Standardisierung von Laborwerten" (siehe Rationale).
FHIR®-Mapping:
- KBV_PR_MIO_LAB_Observation_Laboratory_Study.extension:zlog-Wert
- KBV_EX_MIO_LAB_zlog
Wert: Dezimal