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Anwendung

Die Ausgestaltung des MIO "Telemedizinisches Monitoring" spiegelt den Charakter eines Arztbriefes wieder. Es handelt sich um eine Momentaufnahme der klinisch und organisatorisch versorgungsrelevanten Informationen bezogen auf einen definierten Zeitraum bzw. Zeitpunkt. MIO-Dokumente vom Typ "Telemedizinisches Monitoring" können durchaus mehrfach innerhalb einer ePA vorkommen, jedes einzelne MIO-Dokument stellt aber einen inhaltlich in sich geschlossenen Bericht dar. Eine nachträgliche Änderung oder Anpassung der Inhalte eines MIO-Dokuments ist nur im Fall von notwendigen Fehlerkorrekturen vorgesehen. 

Die im MIO erfassten Informationen können nach Einstellung in die ePA durch den/die PatientIn sowie durch weitere behandelnde Personen mit Zugriff auf die ePA des/der PatientIn eingesehen und ggf. weiterverarbeitet werden. Liegen gleichartige strukturierte Informationen aus anderen MIOs vor, so können die Informationen direkt miteinander verglichen und ggf. in eine nachgeschaltete Dokumentation überführt werden, z.B. in einen Krankenhausentlassbrief im Falle einer stationären Aufnahme. Ab dem 1.1.2023 ist darüber hinaus geplant, dass bestimmte im MIO enthaltene Informationen über eine sogenannte "Forschungsdatenspende" in anonymisierter bzw. pseudonymisierter Form der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung gestellt werden können. 

Bei der aktuellen Version des MIO handelt es sich um eine Erstversion, für die regelmäßige Fortschreibungen geplant sind, bei denen u.a. auch eine Erweiterung des Anwendungsspektrums vorgesehen ist. 

Anwendergruppen

Primär behandelnde ÄrztInnen (PBA) im Rahmen des Telemedizinischen Monitorings 

  • Einstellen von versorgungsrelevanten Informationen zum Telemedizinischen Monitoring in die ePA
  • Abrufen von Informationen des bisherigen Behandlungsverlaufs, z.B. bei Arztwechsel

Telemedizinische Zentren (TMZ) im Rahmen des Telemedizinischen Monitorings

  • Einstellen von versorgungsrelevanten Informationen zum Telemedizinischen Monitoring in die ePA
  • Abrufen von Informationen zum Behandlungsverlauf

Versicherte Personen

  • Einsicht in die erhobenen Informationen und in die ärztliche Beurteilung des Behandlungsverlaufs
  • Weitergabe der medizinischen Informationen an weitere behandelnde Personen / Einrichtungen
  • Weitergabe der medizinischen Informationen an die medizinische Forschung über die Forschungsdatenspende

Weitere behandelnde Personen / Einrichtungen (z.B. Krankenhäuser, ZahnärztInnen, ApothekerInnen, Pflegeinstitutionen, HeilberuflerInnen, ...)

  • Einsicht in die versorgungsrelevanten Informationen zum Telemedizinischen Monitoring
  • Weiterverarbeitung der enthaltenen Informationen für die eigene Dokumentation bzw. für die Erstellung anderer MIOs 


Stand: Januar 2022