Mit diesem Kennzeichen kann ein Laborbefund als "pseudonymisiert" deklariert werden. Es kann bei der Steuerung der Übermittlungswege und für technische Validierung genutzt werden.

Fachlicher Hintergrund: es gibt Anwendungsfälle, z.B. aus der Betriebsmedizin, die erfordern, dass ein Laborbefund pseudonymisiert, also ohne personenidentifizierende Inhalte übertragen wird. Nach welchen Regeln und mit welchem Identifikator ein pseudonymisierter Laborbefund übermittelt wird, ist Gegenstand einer Einzelabstimmung zwischen der anfordernden Einrichtung und dem Labor. Zumeist ist bereits der Auftrag pseudonymisiert. Die Angabe von Alter und biologischem Geschlecht sind ggf. erforderlich, um die korrekte Zuordnung von Richtgrenzen und die Beurteilung zu ermöglichen.

Zu einem späteren Zeitpunkt könnte der/die Patient/in fordern, dass der Laborbefund den anderen Befunden hinzugefügt wird, z.B. in der ePA. Er/sie wird die behandelnde Person darum bitten und akzeptiert damit auch, dass ein Hochladen des MIO in die ePA gleichzeitig die Aufhebung der Pseudonymisierung ("Depseudonymisierung") bedeutet.

Kardinalität und Konformität:

SZENARIOKARDINALITÄTKONFORMITÄT
Laborbefund dokumentieren (Laborbefund-Einträge)0...1O
Die Erläuterungen zu den Konformitäten und Kardinalitäten finden Sie unter: Glossar, Update

Operationalisierungshinweis:

Das Kennzeichen ist optional. Wenn es gesetzt wird, ist der Fixwert "true".

Vorgabe:

Wenn eine einsendende Praxis den Laborbefund in pseudonymisierter Form übermittelt, ist die Minimalangabe ein Identifikator anstelle des korrekten amtlichen Namens.

FHIR®-Mapping: KBV_PR_MIO_LAB_DiagnosticReport.extension:KennzeichenPseudonymisierterBefund

Wert: Boolean